ElternZOOM – Was denken Eltern über die KiTa-Finanzierung?

Bereits zum zweiten Mal haben wir KiTa-Eltern zu Ihrer Meinung über die Themen Teilhabe, Qualität und Finanzierung befragt. Fast 6.000 Eltern haben sich an der Befragung, die vom 23.10.2017 – 2.01.2017 stattgefunden hat, beteiligt. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Teilnehmer*innen bedanken.

Die Ergebnisse aus ElternZOOM 2017 werden voraussichtlich im Mai veröffentlicht. Um die Wartezeit bis dahin etwas zu verkürzen, können Sie die Ergebnisse aus der Befragung 2016  in unserer Broschüre „Nachgefragt: Was denken Eltern über KiTas“ noch einmal in kompakter Form nachlesen. In dem heutigen Blogbeitrag stellen wir Ihnen drei ausgewählte Ergebnisse zum Themenbereich Finanzierung vor.

 

Eltern bewerten Kita-Beiträge unterschiedlich

 52% der Eltern empfinden die Beiträge als angemessen, wohingegen 46% diese als zu hoch bezeichnen. Unterschiede zeigen sich insbesondere, wenn die Eltern nach ihrem Haushaltsnettoeinkommen betrachtet werden. Stärker belastet fühlen sich demnach Eltern im mittleren Einkommensbereich von 1.500 bis unter 2.500€. Ein Grund hierfür könnte sein, dass Eltern mit einem niedrigeren Einkommen, aufgrund von einkommensabhängigen Beitragsstaffelungen, weniger für die Betreuung ihres Kindes in der KiTa bezahlen müssen. Um dieser Frage nachzugehen, haben wir im Rahmen von ElternZOOM 2017 auch die Höhe der Beiträge von den Eltern erfragt.

 

Die Hälfte der Eltern wäre bereit, für eine höhere Qualität mehr zu zahlen

48 Prozent der Eltern sind bereit, höhere KiTa-Gebühren zu bezahlen. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch eine Qualitätssteigerung in den Einrichtungen. 52 Prozent der Befragten können sich allerdings nicht vorstellen, höhere Beiträge für Qualitätssteigerungen zu zahlen.

14 Prozent der Familien bezahlen derzeitig keine Kita-Beiträge, weil sie in einem Bundesland oder einer Stadt mit genereller Beitragsfreiheit leben oder von Sonderregelungen profitieren. 51% dieser Familien können sich vorstellen, für eine höhere Qualität der Einrichtung etwas für den KiTa-Besuch ihres Kindes zu bezahlen und somit auf ihre Beitragsfreiheit zu verzichten. In den ostdeutschen Bundesländern sagen dies sogar 63 Prozent. Dies könnte auf die großen Qualitätsunterschiede zwischen den ost- und westdeutschen KiTas zurückzuführen sein (vgl. hierzu auch Personalschlüssel).

5 Prozent der Eltern zahlen derzeit keine Elternbeiträge, weil ihr Einkommen unterhalb einer bestimmten Grenze liegt. Sie wurden nicht nach ihrer Bereitschaft zur Zahlung eines höheren Beitrags befragt.

 

Zusatzgebühren belasten vor allem Eltern mit niedrigem Einkommen

81% der Eltern geben an, dass sie im Rahmen der Betreuung ihres Kindes, neben den KiTa-Beiträgen, Zusatzgebühren bezahlen müssen. Diese werden unter anderem für die Verpflegung, Bastelmaterialien, Ausflüge und Hygieneartikel verwendet. 66% der Eltern empfinden diese Gebühren als angemessen, 33% der Eltern empfinden sie hingegen als zu hoch.

Eltern mit einem niedrigen Einkommen, fühlen sich durch die zusätzlichen Gebühren häufiger belastet: 43 % der Eltern mit einem Einkommen von unter 1.500 € empfinden die Zusatzgebühren als zu hoch, bei den Eltern mit einem Einkommen von 4.500 € und mehr sind dies nur 28 %. Dies könnte damit begründet werden, dass es hierfür in der Regel keine soziale Staffelung gibt – alle Eltern zahlen für die in ihrer KiTa anfallenden Zusatzgebühren gleich viel.

Hier gelangen Sie zu unserer neuen Broschüre, die die Ergebnisse der Befragung 2016 noch einmal übersichtlich dargestellt.


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